Unverpackt einkaufen: so funktioniert’s

Einkaufen gehen im unverpackt Laden: wie zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie das unverpackte Einkaufen funktioniert.

Wie funktioniert eigentlich unverpackt einkaufen gehen? Wir waren zu Besuch bei Randvoll – Café und Unverpacktes und zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie der Einkauf in einem unverpackt Laden abläuft. Denn mit einem verpackungfreien Einkauf tun Sie nicht nur sich selbst, sondern auch der Umwelt etwas Gutes!

In diesem Artikel:

Ein Beitrag unserer Redaktion.

randvoll unverpackt in Kaarst bei Neuss und Düsseldorf: hier können Sie gemütlich unverpackt einkaufen gehen und einen Kaffee trinken

Vor dem Einkauf: die Planung

Der Einkauf in einem unverpackt Laden benötigt ein wenig Vorbereitung. Da die Waren ohne Verpackung verkauft werden, müssen diese selber mitgebracht werden. Einige Produkte sind leicht verpackt; diese können Sie dann ohne eigenen Behälter in den Einkauskorb legen. Zum Beispiel haben einige Kosmetik- oder Küchenartikel ein Pappetikett.

Für einen EInkauf eigenen sich Gläser aller Größen mit Schraubverschlüssen sowie Einmachgläser, Einkaufsnetze, Jutebeutel, und Aluminium- oder Plastikdosen. Zusätzlich sollten Sie an eine ausreichend große Transportmöglichkeit denken. In den meisten unverpackt Läden kann man zudem vor Ort passende Behältnisse kaufen oder bereitstehende Papiertüten verwenden.

In Gläsern kann man gut die unverpackt gekauften Waren lagern und transportieren
Meistens können Sie och im unverpackt Laden Jutebeutel, Gläser oder Netze kaufen

Außerdem ist eine Einkaufliste hilfreich. Wenn man sich unsicher ist, welche Waren genau erhältlich sind, hilft ein Blick auf die Homepage des ausgewählten Geschäftes. Auch die gewünschte Menge sollte überlegt sein, damit Sie Behältnisse in passender Größe mitbringen. Wenn Sie ölige oder flüssige Lebensmittel einkaufen möchten, sollten Sie zudem auf eine gute Dichtung achten. Wenn Sie Eier kaufen möchten, könnten Sie noch einen aufbewahrten Karton von zuhause mitbringen oder im Laden anrufen und fragen, ob es auch vor Ort welche gibt.

Einkaufswägen stehen selten bereit, deshalb sollten Sie für den gesammelten Einkauf einen eigenen Korb mitbringen. Einige unverpackt Läden stellen für ihre Kunden auch Einkaufskörbe bereit.

Wichtig für einen Einkauf ohne Einkaufswagen und Verpackungen: der Transport

Falls Sie sich noch unsicher sind, ob Sie bereit für den ersten unverpackt Einkauf bereit sind; wir haben eine Übersicht mit den Vor- und Nachteilen von unverpackt Läden erstellt, die Sie hier finden.

Das Abwiegen der Behälter

Nachdem Sie Ihren Einkauf geplant und die Behälter vorbereitet haben, kann es nun losgehen. Bevor die Behälter befüllt werden, müssen sie jedoch gewogen werden. Dazu stehen eine Waage und die Möglichkeiten zur Beschriftung bereit. Sie stellen jeden Behälter einzeln auf die Waage und notieren sich dann, wie viel er wiegt. Man kann entweder mit einem Marker das Gewicht direkt auf das Glas oder die Dose schreiben, kleine Zettel verwenden oder eine Liste anlegen.

Die leeren Behältnisse werden gewogen; dann wird das Leergewicht vermerkt

Das Gewicht der Behälter ist essenziell für die Berechnung des endgültigen Preises. Ohne das Gewicht des Glases oder der Dose kann schließlich nicht festgestellt werden, wie viel die von Ihnen abgefüllte Waren wiegt. Denn damit festgestellt werden kann, welche Menge einer Ware Sie abgefüllt haben, wird das Gewicht des jeweiligen Behälters an der Kasse vom Gesamtgewicht abgezogen.

Beispiel:
Sie bringen ein Einmachglas mit und stellen es auf die Waage. Es wiegt 946 Gramm. Diese Zahl notieren Sie sich auf dem Glas. Sie befüllen das Glas bis oben hin mit Knuspermüsli.

An der Kasse wird das volle Glas anschließend gewogen: es bringt nun 1779 Gramm auf die Waage. Nun wird das von Ihnen notierte Gewicht des Glases abgezogen. Übrig bleiben 833 Gramm: so viel Müsli haben Sie abgefüllt. Die Kasse kann nun den Preis berechnen.

Für das unverpackte Einkaufen sind die Gewichte der leeren Behältnisse essenziell
Gewicht des Glases: 946 Gramm
Gesamtgewicht and der Kasse: 1779 Gramm
Berechnung: 1779g – 946g = 833 Gramm
Ihnen werden 833 Gramm Knuspermüsli berechnet

Das Befüllen

Bevor es ans Befüllen geht, können Sie erstmal einen Rundgang durch den Laden machen. So bekommen Sie einen guten Eindruck von der Sortierung und können sich einen Überblick über das Sortiment verschaffen.

Die Lebensmittel sind unterschiedlich gelagert und werden somit auch unterschiedlich befüllt. Getreide, Nüsse, Müslis und kleine Nudeln sind zum Beispiel in großen Glaszylindern mit Hebelmechanismen gelagert, sogenannten Bulk Bins. Aus diesen lässt sich mit dem Hebel vorsichtig die Ware direkt in Ihren Behälter abfüllen. Manche unverpackt Läden stellen auch eine Mühle bereit, in der man ausgewählte Lebensmittel anschließend noch mahlen kann.

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Andere Lebensmittel, wie zum Beispiel Trockenobst, Gewürze, Süßigkeiten und Tee oder Backzutaten, sind in großen Glasbehältern mit einfachen Deckeln gelagert.

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Für diese Waren stehen kleine Schäufelchen, Trichter oder Zangen bereit, mit denen Sie hygienisch die von Ihnen gewählte Menge umfüllen können. Dafür stehen zwei Kisten bereit: unterteilt in unbenutzte und benutzte Utensilien.

Für den hygienischen Einkauf stehen Schäufelchen und Zangen bereit

Flüssigkeiten, Kosmetikartikel und Putzmittel

Flüssigkeiten wie Essig, Öl und Saucen können Sie einfach in die von Ihnen mitgebrachte Flasche abfüllen. Auch die flüssigen Putzmittel füllen Sie direkt aus dem Kanister mit der Pumpe in Ihr Behältnis. Wenn Sie unsicher sind, wie etwas genau funktioniert, können Sie auch jederzeit das Personal fragen. Die Mitarbeiter*innen helfen Ihnen gerne bei der Befüllung und beantworten Ihre Fragen zum Thema unverpackt einkaufen!

Unverpackt einkaufen: auch Essig, Öle und Saucen können Sie abfüllen. Dafür sind dichte Behältnisse essenziell
Reinigungsmittel kännen Sie direkt in eine mitgebrachte Flasche füllen

In unverpackt Läden sind Kosmetik- und Reinigungsartikel oftmals die einzigen Waren, die tatsächlich mit ein wenig Verpackung bereit liegen. Es gibt Deocremes in Gläsern, Lappen mit Pappbanderole oder Wattestäbchen in kleinen Boxen. Doch auch hier findet man verpackungsfreie Artikel. Beispielsweise können Sie Haarseifen, Reinigertabletten und Bürsten verpackungsfrei kaufen.

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Obst, Gemüse und Milchprodukte

Zusätzlich zu Lebensmitteln, die nicht verderblich sind, gibt es meist noch ausgewähltes Obst und Gemüse, Eier und andere lokale Leckereien. Auch Milchprodukte können Sie unverpackt einkaufen.

Auch regionales Gemüse, Bioeier und Obst können unverpackt eingekauft werden

In einem Kühlschrank gibt es Joghurt und Milch in Glasflaschen und verschiedene Käsesorten. Wenn Sie sich für einen Käse entschieden haben, können Sie einfach dem Personal Bescheid geben und eine Dose dafür bereit halten.

Auch Käse kann ohne Verpackung gekauft werden
Einige Käsesorten auf Kuh- und Ziegenmilch stehen zur Auswahl

Das Sortiment ist in jedem unverpackt Laden unterschiedlich. Basics wie Reis, Nudeln und Hülsenfrüchte, weitere Getreide- und Kornprodukte, Gewürze und Tees, Nüsse und Füchte sowie Backzutaten gibt es jedoch fast überall.

Unverpackt einkaufen und schlemmen

Einige unverpackt Läden – so wie Randvoll in Kaarst bei Neuss und Düsseldorf – betreiben auch ein kleines Café. Für den Beginn oder Abschluss eines gemütlichen Einkaufes kann man hier einen Kaffee bestellen oder sich ein Stück Kuchen genehmigen. Auch das zeichnet die besondere Stimmung in unverpackt Läden aus. Denn der verpackungsfreie Einkauf hat eine ganz besondere Atmosphäre; die Geschäfte sind nicht so groß wie die gängigen Supermarktketten und oftmals liebevoll von den Inhabern gestaltet. Dadurch ist der Einkauf nicht so hektisch, man kann gemütlich durch den Laden schlendern und somit viel bewusster (unverpackt) einkaufen!

Bei randvoll.unverpackt in Kaarst bei Düsseldorf und Neuss können Sie in einem kleinen Familienbetrieb unverpackt einkaufen gehen
Die Stimmung beim unverpackt einkaufen gehen ist ganz besonders; es ist viel entspannter und sehr ansehnlich
In dem Cafe können Sie Kaffeespezialitäten und Gebäck genießen
Der Kaffe von Barista Stefan hat sich schon in Kaarst herumgeprochen

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei Ihrem ersten Einkauf in einem unverpackt Laden!

Text und Bilder: Jenny Heim

Der „unverpackt Laden“ – Vor- und Nachteile

Ein unverpackt Laden ist ein Geschäft, in dem bewusst auf die sonst übliche Umverpackung der Ware verzichtet wird.

Ein Einkauf in einem unverpackt Laden ist eine gute Möglichkeit, mit einer alltäglichen Handlung etwas für die Umwelt zu tun. Denn diese Geschäfte verzichten bewusst auf die sonst übliche Umverpackung der Ware und sparen so sehr viel Verpackungsmüll. Wir zeigen Ihnen alles Wissenswerte auf einen Blick.

In diesem Artikel:

Ein Beitrag unserer Redaktion.

Was ist ein unverpackt Laden?

In den meisten Supermärkten ist ein Großteil der Ware ein- oder sogar mehrfach in Plastik eingepackt. Für Obst und Gemüse stehen oftmals dünne Einwegplastiktüten bereit. Dadurch entsteht zuhause viel Verpackungsmüll, der häufig schon direkt nach dem Einkauf entsorgt wird.

Ein unverpackt Laden versucht diesen Überfluss an Verpackungen zu vermeiden, indem die Waren ohne diese verkauft und gelagert werden. Wenn es nicht ohne eine Verpackung geht, sind die Produkte in Papier oder Pappe verpackt. Häufig gibt es zusätzlich Artikel, die zu einer Müllreduktion im Alltag beitragen. Das kann zum Beispiel wiederverwendbares Besteck für unterwegs oder ein Bienenwachstuch als Ersatz für Frischhaltefolie sein.

Es gibt viele Gründe, weshalb man über den Einkauf in einem plastikfreien Geschäft nachdenken sollte. Da es mit dem Thema „unverpackt“ jedoch oft Berührungsängste gibt, haben wir für Sie die Vor- und Nachteile zusammengefasst. So können Sie sich einen Überblick verschaffen und bei Interesse gleich den nächsten Einkauf in Angriff nehmen – mit möglichst wenig Verpackungsmaterialien!

Einmachgläser sind prima für die Aufbewahrung von Nüssen und Körnern
Mit Besteck aus Holz kann man unterwegs Plastikbesteck zum Wegwerfen vermeiden

Nachteile von unverpackt Läden


Die Umstellung auf mitgebrachte Behälter

Für einen Einkauf in einem Unverpackladen werden selbst mitgebrachte Behälter benötigt. Diese Umstellung auf wiederverwendbare Behälter kann am Anfang etwas schwierig sein. Denn man muss nicht nur die passenden Behälter finden, sondern diese auch beim Transport und der anschließenden Lagerung gut verstauen können.

Vor einem Einkauf sollten Sie also überlegen, was und wie viel Sie einkaufen möchten und dementsprechende Dosen, Beutel oder Gläser einpacken. Zudem ist eine etwas größere Einkaufstasche von Vorteil, da feste Behältnisse nicht so platzsparend sind wie bewegliche Plastikfolien.

Das Management von unverpackten Lebensmitteln kann zuerst überwältigend sein.
Das Management von unverpackten Lebensmitteln kann zuerst überwältigend sein

Der größere Zeitaufwand

Bei einem Einkauf in einem konventionellen Supermarkt ist die Einkaufsliste meistens mit wenigen Handgriffen abgearbeitet. In einem unverpackt Laden muss man hingegen die Behältnisse vorher auswählen, vor Ort bereithalten und die Lebensmittel einzeln abfüllen und wiegen. Zudem gibt es noch nicht in jeder Stadt Geschäfte, die sich auf den unverpackten Verkauf spezialisieren, sodass für den Einkauf eventuell ein kleiner Umweg in Kauf genommen werden muss.

Beispiel für eine Abfüllstation in einem unverpackt Laden
Abfüllstation in einem unverpackt Laden

Höhere Preise

Teilweise kosten die Lebensmittel in unverpackt Läden etwas mehr. Um vorher zu wissen, wie viel ein Einkauf kostet, kann ein kurzer Blick auf die Internetseite des ausgewählten Ladens und dessen Preisliste helfen. So kann man auch mit einem etwas kleineren Geldbeutel abwägen, welche Lebensmittel man ohne großen Aufpreis unverpackt kaufen kann. Oftmals handelt es sich bei Produkten aus dem Unverpacktladen auch um Bioprodukte, sodass der direkte Preisvergleich mit verpackten Bioprodukten keinen großen Unterschied aufweist.

Die Warenverfügbarkeit

Nicht jedes Lebensmittel kann ohne Verpackung gekauft werden. Daher ist die Auswahl in unverpackt Läden auch manchmal auf Grundnahrungsmittel und alltägliche Waren begrenzt. Auch vorgefertigte Gerichte oder stark verarbeitete Nahrungsmittel sind häufig Teil des Angebotes. Wer sich also schnell ein Fertiggericht oder vorverarbeitete Nahrungsmittel kaufen möchte, wird diese nicht unverpackt finden. Auch aus diesem Grund lohnt sich ein Blick auf die Homepage des ausgewählten Geschäftes. Ein Beispiel für ein großes Sortiment an unverpackten Waren finden Sie hier.

Spontaneinkäufe sind komplizierter

Sie möchten nach einem kurzen Ausflug in die Stadt kurz einkaufen gehen? In einem unverpackt Laden könnte das schwierig werden, wenn Sie die nötigen Behältnissen nicht dabei haben. Zwar gibt es in vielen plastikfreien Geschäften auch Behälter, die man gegen ein Pfand verwenden kann, ein größerer Einkauf könnte jedoch schwierig werden.


Vorteile von unverpackt Läden


Müllvermeidung

Das augenscheinlichste Argument lässt sich direkt am Namen ablesen: die Waren sind nicht verpackt. Somit gibt es viel weniger Müll im Haushalt. Laut Umweltbundesamt sind 2018 pro Einwohner 535 kg Siedlungsabfall angefallen. Davon waren große Anteile Hausmüll, Verpackungen, Kartonagen und Glas. Mit wiederverwendbaren Behältern können Sie so schon einen großen Teil der wöchentlichen Abfälle reduzieren.

In einem unverpackt Laden kauft man kein Plastik ein und schont so die Umwelt

Bessere Organisation

Mit der nötigen Vorbereitung kann man auch als Anfänger den Einstieg in den müllfreien Einkauf wagen. Sie könnten zum Beispiel jederzeit anfangen, zuhause passende Behälter zu sammeln. Für den Einkauf im unverpackt Laden eignen sich eigentlich alle Behälter, die fest verschließbar und gut zu transportieren sind. Das sind wiederverwendbare Dosen, Einmachgläser, Jutebeutel mit Schnur oder gesammeltes und gespültes Altglas, beispielsweise große Gurkengläser. Auch kleine Säckchen können für Nüsse oder Süßwaren Anwendung finden.

Gezielter Einkauf durch selbst gewählte Verpackung und selbstständiges Befüllen
Mit einer durchdachten Planung gelingt auch ein Einkauf ohne Verpackungen gut

Selbstbestimmte Menge

Während in Supermärkten lediglich die Verpackungsgrößen bereitstehen, die von den Herstellern angeboten werden, können Sie in einem Geschäft ohne Umverpackungen selbst bestimmen, welche Menge Sie kaufen. So kann zum Beispiel eine exakte Mengen von Lebensmitteln abgewogen werden, die für ein bestimmtes Rezept benötigt wird. So wird zusätzlich die Verschwendung von Lebensmitteln verringert.

Die Menge der Nahrungsmittel kann in einem unverpackt Laden selbst bestimmt werden
Die Menge der Nahrungsmittel kann in einem Unverpacktladen selbst bestimmt werden

Gesundheit

Viele Einzelhändler, die sich auf unverpackte Waren spezialisiert haben, setzen auf Produkte in Bioqualität. Außerdem sind die Lebensmittel, die ohne Verpackung gekauft werden können, häufig nicht industriell verarbeitet. Wer im Unverpacktladen kauft, ernährt sich also tendenziell gesünder, da die Gerichte mit frischen Zutaten zubereitet werden.

Nachhaltigkeit

Mit jeder Verpackung, die eingespart wird, wird die Umwelt etwas weniger belastet. Zudem beziehen Unverpacktläden häufig regionale Produkte; somit sinkt auch der CO2-Abdruck der Waren. Außerdem birgt der unverpackte Einkauf, bei dem die Nahrungsmittel einzeln gewogen und abgefüllt wird, die Chance auf einen bewussteren Konsum.

Neben Lebensmitteln werden in unverpackt Läden auch häufig Alltagsprodukte wie biologisch abbaubare Putzmittel, wiederverwendbare Kosmetikartikel oder nachhaltige Küchenutensilien verkauft. Auch so kann die Umwelt vor unnötigen Belastungen geschützt werden.

Zahnbürste aus Holz und ohne Plastik
auch Seife im Block spart Plastik
Plastikfreier Rasierer
Kosmetikartikel aus dem Unverpackladen

Übersicht der Vor- und Nachteile im unverpackt Laden

Nachteile

  • Umstellung
  • Zeitaufwand
  • höhere Preise
  • Verfügbarkeit
  • Spontaneinkauf kann kompliziert sein

Vorteile

  • weniger Müll
  • man ist besser organisiert
  • bewusster Konsum
  • Mengen wählbar
  • gesünder
  • nachhaltiger

Tipps

  • Behälter sammeln
  • den Einkauf gut vorbereiten
  • Preise vergleichen

Fazit: Schritt für Schritt in die richtige Richtung

Der erste Schritt in die richtige Richtung ist der Umstieg auf wiederverwendbare Behältnisse. Man muss auch nicht den Anspruch haben, direkt alle Produkte auf der Einkaufsliste unverpackt zu kaufen. Jeder kleine Beitrag für weniger Müll zählt. Sie können zum Beispiel mit ein paar ausgewählten Lebensmitteln oder Alltagsprodukten anfangen.

Und auch das Vorurteil, dass die Produkte in unverpackt Läden teurer sind als in Supermärkten, trifft nur bedingt zu. Denn wer generell häufig zu Marken- oder Bioprodukten greift, kann die Waren zu ähnlichen Preisen oder sogar billiger unverpackt kaufen.

Auch im Alltag kann man mit wenigen bewussten Handlungen schon Verpackungen einsparen. Verwenden Sie zum Beispiel einfach beim nächsten Einkauf – ob im unverpackt Laden oder im Supermarkt – ein Obst- oder Gemüsenetz, anstatt zur Einmaltüte zu greifen. Mit einer Brotdose und einer Trinkflasche können zudem Brottüten und Plastikflaschen ersetzt werden. So kann man Stück für Stück den Verpackungskonsum reduzieren und einen Teil für eine lebenswerte Zukunft mit weniger Müll beitragen.

Eine Schritt-für-Schritt Anleitung für Ihren ersten unverpackt Einkauf finden Sie hier.

Mit einem Obst- und Gemüsenetz kann man Einmaltüten vermeiden. Im unverpackt Laden kann man oft noch Netze oder Beutel kaufen.

Text: Jenny Heim
Bilder: Pixabay, Unsplash