Quartier Hangweide – gemeinsam im Grünen leben

Quartier Hangweide – gemeinsam im Grünen leben
Bild: Alexandra Palmizi

Mit dem Quartier Hangweide wird ein urbanes Modellquartier für ca. 1.000 Einwohner*innen in Kernen im Remstal entwickelt. Im Fokus liegen Inklusion, innovative Wohn- und Mobilitätsformen, und qualitätsvolle Freibereiche.

In diesem Beitrag:

Ein Gastbeitrag der IBA’27.

Projektvorstellung: das Quartier Hangweide

Das Areal „Hangweide“ in Kernen im Remstal bot über viele Jahre bis 2017 Menschen mit Behinderung Wohnraum. Nach dem Wegzug der Diakonie Stetten und dem Verkauf des Geländes ist jetzt eine bauliche Neuordnung des etwa acht Hektar großen Geländes geplant. Die Gemeinde Kernen im Remstal entwickelt dort zusammen mit der Kreisbaugesellschaft Waiblingen mbH und der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH ein urbanes, inklusives Modellquartier für ca. 1.000 Einwohner, das den mittel- bis langfristigen Wohnraumbedarf der Kommune decken soll.

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Entstehen sollen innovative Wohn- und Mobilitätsformen, die das im Projekt historisch verankerte Thema Inklusion aufgreifen. Angestrebt wird ebenso eine vergleichsweise hohe bauliche Dichte wie auch qualitätsvolle Freibereiche. Als lebendiges Quartier hat die Hangweide das Potenzial, die beiden räumlich getrennten Ortsteile von Kernen zu verbinden.

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Wettbewerb Zukunftsprojekt Hangweide

Das Preisgericht hat gesprochen: Sieger des städtebaulichen Wettbewerbs “Zukunftsprojekt Hangweide” sind UTA Architekten und Stadtplaner aus Stuttgart zusammen mit Sima / Breer Landschaftsarchitektur aus Winterthur. Ihre Entwürfe bilden nun die Grundlage für die Bebauung des knapp acht Hektar großen Areals in Kernen im Remstal. In wenigen Jahren soll das Gelände einer ehemaligen Sozialeinrichtung die neue Heimat für voraussichtlich mehr als 1.000 Menschen werden. Das neue Quartier ist Teil des IBA’27-Netzes.

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Der ausgewählte Entwurf steht unter dem Motto “Gemeinschaftlich Leben im Grünen”. Eine Kombination aus städtischem und dörflichem Leben soll ein soziales, integratives und inklusives Quartier sicherstellen. Unterschiedliche Wohnformen und Eigentumsverhältnisse, ergänzt durch großzügige Freiräume, sollen die Hangweide zu einem Quartier der Zukunft machen. Der bewusste und nachhaltige Umgang mit Ressourcen und das Denken in Kreisläufen bilden die Grundgedanken. Das Areal ist in drei Teilgebiete, sogenannte Schollen, gegliedert. Die dazwischen liegenden Grünräume trennen und verbinden diese Gebiete mit ihrem unterschiedlichen und eigenständigen Charakter.

„Der Entwurf bietet eine solide Grundlage für die weitere Entwicklung eines lebenswerten Quartiers. In den nächsten Schritten muss es nun darum gehen, ihn mutig und im Geist der IBA’27 weiter zu entwickeln und mit Leben zu füllen. Damit könnte auf der Hangweide ein zukunftsweisendes Stück Stadt-Region entstehen, das auf andere Bauprojekte ausstrahlt.“

IBAʼ27-Intendant Andreas Hofer
Städtebaulicher Entwurf für die Hangweide / Kernen im Remstal (UTA / Sima | Breer Bild: Alexandra Palmizi

Städtebau-Entwurf für Hangweide in Kernen

Das zukünftige Quartier soll die beiden Ortsteile Rommelshausen und Stetten miteinander räumlich und funktional verbinden. Geplant ist eine Mischung aus Wohn- und Lebensräumen mit ergänzenden gewerblichen Nutzungen für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und gesellschaftliche Schichten. Ziel des jetzt entschiedenen städtebaulichen Wettbewerbs war die Ausarbeitung eines Realisierungskonzepts zur landschaftsplanerischen Einbindung des Quartiers in den örtlichen Kontext sowie zur architektonischen Gestaltung der zukünftigen Bebauung. Projektträgerin ist eine Partnerschaft der Gemeinde Kernen im Remstal, der Kreisbaugesellschaft Waiblingen mbH und der LBBW Immobilen Kommunalentwicklung GmbH.

Städtebaulicher Entwurf für das Quartier Hangweide
Städtebaulicher Entwurf für die Hangweide / Kernen im Remstal (UTA Architekten und Stadtplaner / Sima | Breer Landschaftsarchitektur)
Bild: Bild: Alexandra Palmizi

“Insgesamt ist der Siegerentwurf ein sehr guter Beitrag zu der gestellten Aufgabe”, so der Vorsitzende des Preisgerichts Eckart Rosenberger. “Es gelingt ihm, eine Balance an Vielfalt, räumlich und architektonisch, zu generieren, der dem Ort und der Region angemessen ist. Gleichzeitig kann ein robustes Grundkonzept entstehen, das bei einer Weiterentwicklung ausreichend Raum für Anpassungen und Verbesserungen ermöglicht.”

Der Intendant der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27) Andreas Hofer war als Fachpreisrichter an der Auswahl beteiligt. Hofer: “Der Entwurf bietet eine solide Grundlage für die weitere Entwicklung eines lebenswerten Quartiers. In den nächsten Schritten muss es nun darum gehen, ihn mutig und im Geist der IBA’27 weiter zu entwickeln und mit Leben zu füllen. Damit könnte auf der Hangweide ein zukunftsweisendes Stück Stadt-Region entstehen, das auf andere Bauprojekte ausstrahlt.”

Der Entwurf bietet eine solide Grundlage für die weitere Entwicklung eines lebenswerten Quartiers.
Bild: Alexandra Palmizi
Vorstellung des städtebaulichen Entwurfs für die Hangweide / Kernen im Remstal
Bild: Alexandra Palmizi

Nach einer umfangreichen Bürgerbeteiligung startete im Frühjahr 2020 der städtebauliche Wettbewerb. Acht Planergemeinschaften, bestehend aus Architektinnen, Stadtplanern und Landschaftsplanerinnen aus ganz Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden, darunter auch eine studentische Gemeinschaft, haben sich daran beteiligt.

Einen weiteren IBA’27-Beitrag mit einer gemeinschaftlichen Quartiersentwicklung finden Sie hier.

Text: IBA’27