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5 hitzebeständige, winterharte Pflanzen für den Garten

Hitzebeständige Pflanzen winterhart: Aufmacher
Foto: Adobe Stock

Viele Hobbygärtner haben es schon bemerkt: Der Klimawandel mit seinen trockenen und heißen Sommern tut nicht jeder Gartenpflanze gut. Anstatt ständig zu wässern, ist es nachhaltiger, von Anfang an hitzebeständige Pflanzen auszuwählen, die zugleich winterhart sind.

Wir zeigen Ihnen, welche Pflanzen das sind. Sehr gut an Hitze und Trockenheit angepasst sind beispielsweise Blumen und Stauden aus dem Mittelmeerraum, aber auch Pflanzen aus Steppen und Wüsten erfüllen diese Bedingungen. Diese Alleskönner sind praktisch doppelt gut ans Klima angepasst: Sie vertragen winterliche Temperaturen, können sich aber auch bei Trockenheit und Hitze behaupten. Und natürlich sehen sie auch noch hübsch aus.

Das sind meine Top 5:

  1. Wollziest
  2. Rosen
  3. Kleiner Mannstreu
  4. Lavendel und Salbei
  5. Fetthenne

Christian Mascheck
Fachautor CRADLE

1. Wollziest

Wollziest (Stachys byzantina)
Wollziest (Stachys byzantina)
Foto: Adobe Stock

Wollziest (Stachys byzantina) ist eine ausdauernde, unkomplizierte Bodendeckerstaude. Sie bildet mit der Zeit dicke Pflanzenkissen, die den Boden vor Austrocknung schützen.

Pflanzung und Pflege: Den genügsamen Bodendecker Wollziest pflanzen Sie im Herbst von September bis November. Lockern Sie den Boden vorher etwas auf. Im Frühjahr und nach der Blüte die Pflanzen ausputzen.

Der Wollziest-Trick gegen Hitze

Wollziest hat behaarte, hell silbrig glänzende Blätter, die die Hitze reflektieren. Sie heizt sich deshalb nicht so stark auf. Ähnlich macht es die Spanische Edeldistel. Mit ihren silbrig oder blau-violetten Blättern reflektiert sie die Sonne besonders gut.

2. Rosen

Weiße Rosen
Weiße Rosen
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Rosen kommen dank ihrer Pfahlwurzeln mit Trockenheit gut zurecht. Besonders niedrig wachsende Sorten wie Bodendeckerrosen vertragen die Hitze gut. Sie setzen nicht nur hübsche Akzente, sondern schützen mit ihrem dichten Laub den Boden vor dem Austrocknen. Weiß blühende Sorten sind besonders hitzeresistent, weil sie die Sonne besser reflektieren.

Pflanzung und Pflege: Beet-, Wild- und Bodendeckerrosen sind wegen Ihrer Dauerblüte und Widerstandskraft gegen Frost und Krankheiten besser geeignet als Edelrosen. Sie mögen gut durchlässige, nährstoffreiche Böden. Neben Schleierkraut und Lavendel sehen sie besonders edel aus.

3. Kleiner Mannstreu

Kleiner Mannstreu (Eryngium planum
Kleiner Mannstreu (Eryngium planum
Foto: Pexels / David Brown

Kleiner Mannstreu (Eryngium planum) war Staude des Jahres 2019 und wird auch „Blauer Zwerg“ genannt. Die Staude blüht von Juni bis August und ist als einheimische Pflanze winterhart. Die winterharte Pflanze hat grobe Blätter, die aus mehreren Schichten bestehen und deshalb Hitze gut vertragen.

Pflanzung und Pflege: Kleiner Mannstreu sieht auch im Winter gut aus. Pflanzen Sie ihn einzeln oder in kleinen Gruppen von 3−5 Stück, um ihn optimal zur Geltung zu bringen. Ein Pflanzabstand von etwa 40 Zentimetern ist ideal. Lassen Sie abgestorbene Pflanzenteile stehen, damit Insekten überwintern können.

Das macht Rosen so resistent gegen Trockenheit

Rosen haben lange Pfahlwurzeln, mit denen sie sich Wasser aus der Tiefe holen können. Auch Herbstanemonen haben beispielsweise solche Pfahlwurzeln.

4. Mittelmeerkräuter: Lavendel und Salbei

Lavendel (Lavandula angustifolia)
Lavendel (Lavandula angustifolia)
Foto: Pexels / Pixabay

Lavendel (Lavandula angustifolia) und Echter Salbei (Salvia officinalis) vertragen als typische Mittelmeergewächse beide gleichermaßen Hitze und Kälte, wenn sie einen windgeschützten Standort haben.

Pflanzung und Pflege: Lavendel und Salbei gedeihen in Töpfen oder Kübeln auf Terrasse und Balkon, winterharte Sorten auch im Beet. Die Pflanzen sind anspruchslos und mögen nährstoffarme Böden. Der Standort sollte windgeschützt und sonnig sein.

Echter Salbei ist winterhart, seine Blätter sind essbar und passen gut zu kräftigen Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichten. Er kann aus Samen gezogen oder im Frühjahr über Setzlinge vermehrt werden.

Was macht Lavendel und Salbei so hitzebeständig?

Lavendel und Steppensalbei kühlen ihr Laub zusätzlich mit ätherischen Ölen. Lavendel hat außerdem einen feinen Flaum auf den Blättern. Die winzigen Härchen reflektieren das Sonnenlicht und schützen die Pflanze vor Verbrennungen. Unter der Erde bildet Lavendel ein dichtes Wurzelgeflecht. Mit seinen langen Pfahlwurzeln holt er sich Wasser aus der Tiefe.

5. Fetthenne

Fetthennen (Sedum)
Fetthennen (Sedum)
Foto: Adobe Stock

Die verschiedenen Sorten der Fetthenne (Sedum) und ihre Hybriden sind Sukkulenten. Sie erfüllen die Forderung nach einer hitzebeständigen und winterharten Pflanze hervorragend. Selbst Temperaturen von minus 28 Grad sind kein Problem. Und sie lockt Bienen und Schmetterlinge an.

Pflanzung und Pflege: Die Fetthenne lässt sich leicht durch Teilung der Stauden vermehren. Dazu graben Sie im Frühjahr eine Staude aus und teilen sie mit den Händen in mehrere Pflanzen. Sie blühen von Mitte August bis Ende Oktober.

Die Tricks der Sukkulenten gegen Hitze

Die Blätter von Sukkulenten sind mit einer Wachsschicht überzogen. Das schützt sie vor Sonneneinstrahlung und Verdunstung. In ihren dicken Blättern und Stängeln können sie sogar Wasser speichern.

Fetthennen sind übrigens auch beliebte Arten für eine Dachbegrünung – weil sie so anspruchslos sind und mit den extremen Hitze- und Kälteschwankungen auf dem Dach besonders gut klarkommen. Generell müssen alle Pflanzen, die sich für eine Dachbegrünung eignen, hitzebeständig und winterhart sein. Hier finden Sie weitere Anregungen. Winterhart und hitzebeständig: Diese Pflanzen eignen sich für eine Dachbegrünung »

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