Nachhaltige Designmöbel von TEAM 7

Der Österreichische Möbelhersteller TEAM 7 legt großen Wert auf ein ein zeitloses Design, gute Handwerkskunst und umfassende Nachhaltigkeit. Auf welche Aspekte das Unternehmen dabei achtet und wie nachhaltig die Zukunft gestaltet wird, erfahren Sie hier.

In diesem Artikel:

Ein Gastbeitrag von Team 7.

Nachhaltigkeit bei Team 7: ein eigener Wald

85 Jahre haben die Bäume im Wald Eggerding Zeit, um zu wachsen und ihre Schönheit voll zu entfalten. Der unternehmenseigene Wald vom Ökomöbelpionier TEAM 7 wird auf einer Fläche von 77 Hektar streng nachhaltig bewirtschaftet und zeigt die tiefe Verbindung des Unternehmens zur Natur. Verantwortungsvoll mit der Umwelt umzugehen und im Einklang mit Mensch und Natur zu fertigen, sind die hohen Ansprüche, denen sich TEAM 7 verpflichtet hat.

Nachhaltigkeit ist hier kein Trendthema, sondern eine Lebensphilosophie. Seit Anfang der 80er-Jahre geht das Unternehmen konsequent den „grünen“ Weg und bekennt sich zu seiner ökologischen, sozialen und ökonomischen Verantwortung.

 

„Bei allem, was wir tun, haben wir das Wohl von Mensch und Natur im Blick. Wir wollen die ökologischen Kreisläufe schützen und damit auch die Lebensgrundlage nachkommender Generationen“
- Dr. Georg Emprechtinger, geschäftsführender Inhaber von TEAM 7

 

Um ein gesundes Ökosystem zu erhalten, darf dem Wald nur so viel entnommen werden, wie wieder nachwachsen kann. Ein Grundsatz, den auch sämtliche Lieferanten von TEAM 7 achten. So stammen die europäischen Laubhölzer, die das Unternehmen für seine Möbel verwendet, ausschließlich aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Sie werden in heimischer Fertigung standortnah und ressourcenschonend verarbeitet. Vom Baum bis zum Möbelstück kontrolliert TEAM 7 die gesamte Wertschöpfung – und kann so seinen Nachhaltigkeitsgedanken in jedem Produktionsschritt konsequent umsetzen.

Dem Naturholzmöbelhersteller geht es dabei nicht nur um die Schonung von Ressourcen, sondern auch um eine positive CO2-Bilanz und damit um den Schutz des Klimas. Allein der TEAM 7-Wald speichert im Jahr ca. 865 Tonnen CO2. Zum Vergleich: In Österreich liegen die jährlichen CO2-Emissionen bei 8,16 Tonnen pro Kopf (Stand 2018). „Um den Klimawandel zu verlangsamen, müssen wir auf das empfindliche System aus CO2-Emissionen und deren Umwandlung in Sauerstoff durch die Bäume achten“, betont Emprechtinger. „Damit gehört der Wald zu den schützenswertesten Ökosystemen hinsichtlich des Klimaschutzes – und zwar überall auf der Welt.“ Durch die natürliche Behandlung der Hölzer mit Naturöl bleibt das gespeicherte CO2 auch in den TEAM 7-Möbeln gebunden. Nach ihrer langen Lebenszeit können sie problemlos wieder in den natürlichen Kreislauf rückgeführt werden und erst bei der energetischen Weiterverwertung geben sie das CO2 ab. Bis dahin sind die nachgepflanzten Bäume hochgewachsen und nehmen ihrerseits CO2 auf. Auf diese Weise wird ein gesundes Ökosystem erhalten.

Nachhaltige Expansion: Pläne bis 2024

Im Zeitraum von 2021 bis 2024 wird TEAM 7 rund 35 Millionen Euro investieren. So sind in der Zentrale in Ried der Neubau der TEAM 7 Welt, eine neue Werkshalle, eine Holz-Heizzentrale sowie digitale Maßnahmen geplant. Seit über 20 Jahren bewegt sich die Marke auf einem stabilen Wachstumskurs. Heute umfasst das maßgefertigte TEAM 7 Sortiment alle Wohnbereiche inklusive Küchen und wird in über 34 Länder ausgeliefert. Motor und Antrieb ist eine stringente Wachstumspolitik, die den Naturgedanken mit heimischen Arbeitsplätzen, modernen Prozessen und Abläufen in Einklang bringt.

In den nächsten drei Jahren stehen verschiedene Projekte auf der Agenda. Wie der Neubau der TEAM 7 Welt in Ried, den das Architekturbüro Matulik entworfen hat und der von dem Holzbauspezialisten WIEHAG umgesetzt wird. So ist ein viergeschossiger Skelettbau mit einer Gesamtnettofläche von 6100 qm geplant. Straßenseitig werden senkrechte Sonnenschutzlamellen aus unbehandelter Eiche installiert, die TEAM 7 in eigener Produktion fertigt. Insgesamt kommen dafür ca. 6000 Festmeter Rundholz, zum Teil aus dem eigenen Firmenwald, zum Einsatz.

Natürliche Wohnwelten begeistern im 1200 qm TEAM 7 Store. Zudem bietet eine Tiefgarage 56 Parkplätze. Highlights im Erdgeschoss sind der TEAM 7 Square und das Bio-Restaurant für Mitarbeiter und Gäste. Im ersten und zweiten Obergeschoss befinden sich die Open-Space-Arbeitsplätze. Das dritte Obergeschoss hält Kommunikationsflächen und einen multifunktionalen Konferenzraum, eine vermietbare Showküche und eine Skybar mit atemberaubendem Blick über Ried bereit. Der Ausbau der „grünen Fabrik“ umfasst eine hochmoderne Werkshalle, die Erweiterung der PV-Anlagen auf 1000 kWp, eine Holz-Heizzentrale, hochspezialisierte Fertigungsanlagen und weitere Digitalisierungsmaßnahmen.

4 Fragen an Dr. Georg Emprechtinger

Wichtige Frage: Wann ist ein Möbelstück tatsächlich nachhaltig?

Wenn sich das Prinzip der Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus eines Möbelstücks zieht: vom Design über die Fertigung bis zur Nutzung und dann zur Wiedereingliederung in den Naturkreislauf – eben Cradle to Cradle. Von Beginn an muss das Möbel schon vom Ende her gedacht sein. Beim Designprozess achten wir auf eine zeitlos gültige Formensprache. Sie ist zwar in der Zeit eingebettet, aber so klar gehalten, dass das Möbelstück auch in vielen Jahren noch gefällt. Wir streben den zeitlosen Klassiker an: in der Zeit verwurzelt, aber als Zeitzeuge mit Gültigkeit darüber hinaus. Wichtig ist uns dabei, dass wir das Holz auf die Bühne heben und es für sich selbst sprechen lassen. Holz ist zeitlos, wenn es klar und schlicht verarbeitet ist. Langlebigkeit ist das erste Gebot eines nachhaltigen Möbels. Daher legen wir nicht nur höchsten Wert auf eine exquisite Qualität, sondern auch auf ein Design, das künftige Nutzungen antizipiert. Unsere Möbel lassen sich jederzeit ergänzen, erweitern und neuen Nutzungen zuführen. Wir leben in einer Zeit des Wandels, der immer neue Anforderungen an unsere Art zu wohnen stellt. Flexibilität ist daher eine der Grundtugenden der Nachhaltigkeit.

Nachhaltige Produktion und der Schutz der Umwelt haben für TEAM 7 oberste Priorität. Was genau unternehmen Sie, damit Ihre Unternehmensabläufe und die Möbel wirklich nachhaltig sind?

Wir verfügen über die Kontrolle der gesamten Wertschöpfung – vom Baum bis hin zum fertigen Möbelstück liegen alle Produktionsprozesse in eigener Hand. Sägewerk, Plattenwerk, Möbelfertigung und auch ein eigener Wald gehören dazu. Unsere Möbel werden ausschließlich heimisch gefertigt. 2/3 unserer MitarbeiterInnen in der Produktion sind Tischler, die das traditionelle Holzhandwerk beherrschen. Unsere Hölzer stammen aus nachhaltig bewirtschafteten europäischen Wäldern. Zu unseren Holzlieferanten pflegen wir über Jahre enge persönliche Kontakte. Wir verpflichten sie zur nachhaltigen Waldwirtschaft und kontrollieren dies auch mit unangekündigten Vorort-Besuchen regelmäßig.

Unsere Hölzer werden ausschließlich mit Naturöl behandelt, so bewahren sie ihre natürlichen Eigenschaften und lassen sich nach Gebrauch des Möbels wieder in den Naturkreislauf einfügen. Wir arbeiten besonders ressourcenschonend, indem für die nicht sichtbaren Mittellagen der Naturholzplatten auch Hölzer mit Schönheitsfehlern verarbeitet werden. Für unsere hohen ökologischen Standards und die in jedem Bereich energie- und ressourceneffiziente Produktion haben wir die EMAS Validierung erhalten – und wir arbeiten stets daran, uns zu verbessern. Gerade stehen wir vor der größten Investition unserer Firmengeschichte. Wir optimieren unsere grüne Fabrik mit neuen Fertigungswerken an unserem Standort Ried. Mit einer Hallenfläche von 2000 qm, dem Ausbau der Photovoltaikanlage und einer Holz-Heizzentrale für die autarke Wärmversorgung sind wir bestens für die Zukunft aufgestellt.

 

Kann Nachhaltigkeit tatsächlich durch den gesamten Produktionsprozess hindurchgezogen werden?

Da wir die komplette Kontrolle über den Wertschöpfungsprozess haben und alle betrieblichen Entscheidungen der Nachhaltigkeit verpflichten, sind die Chancen gut. Aber eine nachhaltige Produktion ist ein permanenter Prozess und muss jeden Tag gelebt werden. Als Ökomöbelpionier arbeiten wir daran seit mehr als 40 Jahren. Und wir werden jeden Tag besser. Denn es stehen uns immer mehr neue ressourcenschonende und energieeffiziente Technologien zur Verfügung, die den Fertigungsprozess noch nachhaltiger gestalten. Unser neues Werk z. B. wird energieautark arbeiten. Das neue Heizhaus versorgt den kompletten Standort Ried mit Wärme. Dazu kommen die Photovoltaikanlagen, die für unseren Eigenbedarf an beiden Standorten auf insgesamt 1000 kWp ausgebaut werden.

 

Welche Ihrer Erzeugnisse würden Sie als „nachhaltige Produkte“ bezeichnen, die sich durch eine hohe Wertigkeit von Materialien und Verarbeitung auszeichnen?

Das Prinzip der Nachhaltigkeit zieht sich bei allen unseren Möbelstücken über den gesamten Lebenszyklus: vom Design über die Fertigung bis zur Nutzung und dann zur Wiedereingliederung in den Naturkreislauf – ganz im Sinne von Cradle to Cradle. Schon beim Designprozess achten wir auf eine zeitlos gültige Formensprache, die in der Zeit verwurzelt ist, aber auch darüber hinaus Gültigkeit hat. Denn Langlebigkeit ist das erste Gebot eines nachhaltigen Möbels. Daher legen wir nicht nur höchsten Wert auf eine exquisite Qualität, sondern auch auf ein Design, das künftige Nutzungen antizipiert. Neben der Gestaltung steht für uns ein immer nachhaltiger werdender Fertigungsprozess im Vordergrund. Vom Baum bis hin zum Möbelstück kontrollieren wir die gesamte Wertschöpfung und alle Produktionsprozesse liegen in unserer Hand. Zudem entsteht die neue TEAM 7 Welt, mit der wir unserer Philosophie Ausdruck verleihen.

Text und Bilder: TEAM 7