Gemeinsam bauen – nachhaltig wohnen in der Stadt

Gemeinsam bauen: nachhaltig, städtisch und zeitgemäß
Bild: Michael Heinrich

Gemeinsam bauen spielt bei der Entwicklung besonders nachhaltiger Stadtentwicklungs- und Wohnprojekte inzwischen eine wichtige Rolle.

In diesem Artikel:

Ein Beitrag unserer Redaktion.

Gemeinsam bauen in München und Wien

Die lebenswerte Stadt und ihre zeitgemäßen Wohnungsangebote werden partizipativ geplant und gemeinsam genutzt. Für Baugemeinschaften schließen sich Gleichgesinnte zu einem Baupartner auf Augenhöhe der Verwaltung zusammen. Dabei entwickeln sie neue Qualitäten des Zusammenlebens. Außerdem engagieren sie sich besonders für eine ökologische Optimierung. Genossenschaften und soziale Träger verfolgen ähnlich hochwertige Ziele und entwickeln zudem ausgezeichnete Mobilitätskonzepte; wagnisART in München organisieren beispielsweise Carsharing und haben die geforderten Autos-Stellplätze reduziert. Die Wiener Gruppe Bikes and Rails ist hingegen vor allem mit Fahrrädern und der Bahn mobil.

WagnisART in München

WagnisART ist ein vielfach ausgezeichnetes, zertifiziertes Passivhaus mit 138 Wohnungen sowie vielen Gemeinschafts- und Gewerbeflächen. Eine Baubegleitung geschah durch eine Universität.

Nachhaltige und wirtschaftliche Abwägungen – wissenschaftlich begleitet – führten zu einer Holzrahmenfassade
Nachhaltige und wirtschaftliche Abwägungen – wissenschaftlich begleitet – führten zu einer Holzrahmenfassade
Bild: Michael Heinrich

Das genossenschaftliche Wohnbauprojekt wagnisART der wagnis eG bietet ca. 300 Menschen ein nachhaltig optimiertes Zuhause. Damit die Architektur die Gemeinschaft fördert, konnten die zukünftigen Mieter die Gestaltung beeinflussen. Die realisierte Häusergruppe ist architektonisch außergewöhnlich, denn fünf vieleckige Gebäude mit lebendigen Grundrissen sind über Brücken auf verschiedenen Stockwerken miteinander verbunden. Die Innenhöfe werden vielfältig genutzt. Durch die umgrenzenden Brücken sind sie außerdem geschützte Innenbereiche und öffnen sich gleichzeitig zum Quartier mit Künstlerkolonie. Die Brücken und Flachdächer bilden eine große und vielfältige Dachgartenlandschaft, sodass ein Rückzugsort für die Bewohner entsteht.

Seit 2016 leben ca. 300 Menschen in den fünf Gebäuden des Wohngenossenschaftsbaus WagnisART. Die Brücken sind den Bewohnern vorbehalten. Ebenerdig gibt es auch viele öffentliche Nutzungen.
Seit 2016 leben ca. 300 Menschen in den fünf Gebäuden des Wohngenossenschaftsbaus WagnisART. Die Brücken sind den Bewohnern vorbehalten. Ebenerdig gibt es auch viele öffentliche Nutzungen.
Bild: Michael Heinrich
Relaxen in den Gemeinschaftsbereichen über den Dächern von München. Nebenan gibt es auch Hochbeete mit Gemüse und Kräutern.
Relaxen in den Gemeinschaftsbereichen über den Dächern von München. Nebenan gibt es auch Hochbeete mit Gemüse und Kräutern.
Bild: Michael Heinrich

Neue Wohnformen: gemeinsam bauen

Neben herkömmlichen 1-7-Zimmer Wohnungen gibt es auch neue Wohnformen wie Clusterwohnungen. Im Erdgeschoss bieten die Häuser eine Vielzahl an Nutzungen: Café, Veranstaltungs- sowie Toberaum, Ateliers, Werkstätten, Büros und Praxis-, Gemeinschafts- und Freiräume für die Bewohner und das gesamte Quartier.

Gemeinsam bauen und gemeinsam leben: Durch die hohe Baudichte und viele junge Familien finden die Kinder schnell Anschluss
Durch die hohe Baudichte und viele junge Familien finden die Kinder schnell Anschluss
Bild: Michael Nagy

Die Häuser sind als Passivhäuser zertifiziert, haben einen niedrigen Wärmebedarf, Photovoltaikanlagen auf drei Dächern sowie ein zukunftsfähiges Mobilitätskonzept. Durch Letzteres konnten die Stellplätze für Wohnen um 50% und für Gewerbe um 25% reduziert werden. Pro Stellplatz ergibt sich dadurch eine Einsparung von ungefähr 12,7 t Treibhausgasen. Solche energetischen Parameter wurden durch die wissenschaftliche Begleitung der TUM bilanziert. Danach verursachen die Gebäude insgesamt 71 Tonnen weniger CO2 pro Jahr (für Strom- und Wärmebedarf) als Referenzgebäude und sparen 615 MWh nicht erneuerbare Primärenergie im ersten Jahr. Der gewonnene Strom wird in einen Localpool eingespeist, der zudem den Verbrauchsstrom liefert.

Auf drei Hausdächern liegen PV-Module. Der Strom wird in einen Localpool eingespeist, über den die gemeinschaftlichen Nutzungen und Mieter versorgt werden.
Auf drei Hausdächern liegen PV-Module. Der Strom wird in einen Localpool eingespeist, über den die gemeinschaftlichen Nutzungen sowie die Mieter versorgt werden.
Bild: Panasonic

Vielfach ausgezeichnet

Das Projekt wurde bereits vielfach ausgezeichnet: mit dem Deutschen Städtebaupreis, dem Deutschen Landschaftsarchitekturpreis, dem „Ehrenpreis für guten Wohnungsbau” der Stadt München und einem Preis des Deutschen Architekturmuseums sowie dem DGNB Preis „Nachhaltiges Bauen“. Die Jury lobte:

„Der partizipative Planungsprozess, die städtebauliche Anordnung, die verschiedenen Wohnformen, die gemeinschaftlichen Nutzungsangebote und die nachhaltige Bauweise überzeugen von der besonderen Qualität der baulichen Anlage.“

Die partizipativ geplanten Baukörper erhielten schon den DGNB Preis „nachhaltiges Bauen“
Die partizipativ geplanten Baukörper erhielten schon den DGNB Preis „nachhaltiges Bauen“
Bild: Julia Knop

Steckbrief WagnisART

Projektname
Genossenschaftliche Wohnanlage wagnisART

Standort
Fritz-Winter-Straße 4-16, 80807 München

Fertigstellung
2016

Bauherr
Wohnbaugenossenschaft wagnis eG, München

Architekten
Arge bogevischs buero, München und SHAG Schindler Hable, München

Wohneinheiten
138 für ca. 300 Bewohner

Nutzfläche
10.610 m² in 5 Häusern

Energiekonzept
Zertifiziertes Passivhaus, Fernwärmeversorgung, PV-Anlage Mietermodell, Regenwasserversickerung sowie Grundwasserbrunnen

Quellenangabe „Gemeinschaftlich nachhaltig bauen“
Forschungsbericht des Lehrstuhls für energieeffizientes und nachhaltiges Planen und Bauen der Technischen Universität München

Bikes and Rails in Wien

Die klimaschonend mobilen Mitglieder von ‚Bikes and Rails‘ haben hinter dem Wiener Hauptbahnhof ein besonders nachhaltiges Hausprojekt realisiert. Dafür plante ihnen das ökologisch ausgerichtete Architekturbüro Reinberg ein Passivhaus aus Holz mit vielen sozialen Nutzungen.

Das ökologisch ausgerichtete Architekturbüro Reinberg entwarf und baute das Passivhaus aus Holz
Das ökologisch ausgerichtete Architekturbüro Reinberg entwarf und baute das Passivhaus aus Holz
Bild: Architekturbüro Reinberg

Das Sonnwendviertel Ost, zentral hinter dem Wiener Hauptbahnhof gelegen, wird aktuell fertig gestellt. Besonders konsequent unter seinen vielen Baugemeinschaften ist der Verein Bikes and Rails (B’n’R). Besonders wichtig ist den Mitgliedern eine ressourcenschonende Lebensweise. Deshalb bauten sie ein Passivhaus aus Holz mit Photovoltaik auf dem Dach.

Ende Mai zogen die Mitglieder von Bikes and Rails hinter dem Wiener Hauptbahnhof ein. Im Juli eröffnete im Erdgeschoss die Radwerkstatt Lenkerbande, im August die Cafe-Bar ‚Brot & Rosen‘.
Bild: Bikes and Rails

Im Alltag sind sie mit Fahrrad und Bahn klimafreundlich unterwegs. In der Hausgemeinschaft und mit der Nachbarschaft teilen sie zudem vieles: Werkzeug, Lastenräder, Internet und Raum. Außerdem vermieten sie an den Verein ‚Flüchtlinge Willkommen‘ Räume für eine WG. Und im Erdgeschoss belebt ein Fahrradcafé mit Reparaturwerkstatt den kleinen öffentlichen Platz vor ihrem Haus. Unser Haus soll ein Treffpunkt für gelebte Nachbarschaft im Haus und in der Umgebung sein“, heißt es von den Sprechern.

Gemeinsam ein Ziel haben: Am Anfang stand die Idee, dass Wohnen ein Menschenrecht ist, Bauen ökologisch und sozial verantwortlich passieren soll und Zusammenleben demokratisch und selbstbestimmt organisiert werden kann
Am Anfang stand die Idee, dass Wohnen ein Menschenrecht ist, Bauen zudem ökologisch und sozial verantwortlich passieren soll und Zusammenleben demokratisch und selbstbestimmt organisiert werden kann
Bild: Bikes and Rails

Gemeinsam bauen und ‚Open-Source-Wohnen

B’n’R sind Teil des habiTAT, dem Mietshäuser Syndikat in Österreich, einem Verbund von etablierten Hausprojekten und neuen Projektinitiativen. Eigentum ist dabei dauerhaft sozial gebunden. Materiell und ideell ist das 1992 gegründete Mietshäuser Syndikat eine Art Dachgenossenschaft, die ehrenamtlich und nicht kommerziell weiter entwickelt wird, ähnlich wie bei Open-Source-Programmen.

Gemeinsam bauen wurde nur durch 208 Unterstützer*innen möglich, die ihrem gemeinwohlorientierten habiTAT Bauverein über 1,5 Mio. Euro private Direktkredite liehen
Die Mitglieder danken 208 Unterstützer*innen, die ihrem gemeinwohlorientierten habiTAT Bauverein über 1,5 Mio. Euro private Direktkredite liehen
Bild: Bikes and Rails

Vor dem Einzug kaufte B’n’R das Passivhaus und vermietete es günstig. Die notwendigen Eigenmittel stammen von der Hausgemeinschaft sowie privaten Direktkrediten von externen Unterstützern. Vom Klimabündnis Österreich wurde es daher schon als besonders nachhaltiges Wohnprojekt ausgezeichnet.

Die Reperaturstation 'Lenkerbande' im Haus bietet Gebrauchträder, Ersatzteile, Beratung und Platz für Selbsthilfe. Luftpumpe und Schlauchautomat gibt es auch außerhalb der Öffnungszeiten.
Die Reperaturstation ‚Lenkerbande‘ im Haus bietet Gebrauchträder, Ersatzteile, Beratung und Platz für Selbsthilfe. Luftpumpe und Schlauchautomat gibt es auch außerhalb der Öffnungszeiten.
Bild: Bikes and Rails

Steckbrief Bikes and Rails

Projektname
Bikes and Rails, Verein zur Förderung gemeinschaftlichen Wohnens und nachhaltiger Mobilität

Standort
Emilie-Flöge-Weg 4, 1100 Wien

Fertigstellung
Frühjahr 2020

Wohneinheiten
18

Nutzfläche
2.181 m²

Bauträger
Familienwohnbau gemeinnützige Bau- und Siedlungsgesellschaft

Architekten
Architekturbüro Reinberg ZT, Wien

Prozessbegleitung
wohnbund:consult eG

Besonderheiten
Passivhaus, PV-Anlage, Radcafé, Radgarage, Flüchtlings-WG, Veranstaltungsraum, Loggien und Zugang im 4-geschossigen sowie ein südorientierter Wintergarten

Text: Achim Pilz

Minimalismus Tipps für Anfänger

6 Minimalismus Tipps für Anfänger

Mit diesen Minimalismus Tipps gelingt der minimalistische Lebensstil. Dieser soll entlasten, Stress reduzieren und Spaß machen. Aber wie geht minimalistisch leben eigentlich? Und was genau bedeutet das für den Alltag? Mit unseren Minimalismus Tipps gehen Sie den ersten Schritt in Richtung entspanntes Leben.

In diesem Artikel:

Ein Beitrag unserer Redaktion.

Was ist Minimalismus?

Minimalismus assoziieren viele Menschen mit Verzicht. Dabei bedeutet Minimalismus keinesfalls, einfach alles wegzuwerfen und fortan in einer leeren Wohnung zu leben. Minimalismus heißt vielmehr sich auf das zu konzentrieren, was wichtig ist und den Blick hierfür zu schärfen. Es bedeutet, unnötigen Konsum nicht als Katalysator zu nutzen, sondern sich im Alltag an den kleinen Dingen zu erfreuen und diese wieder mehr wertzuschätzen.

Was ist Minimalismus?

Unsere Minimalismus Tipps: so geht minimalistisch wohnen

Auf die Wohnsituation bezogen heißt das konkret: unnötiger Besitz, der in Schubladen und Schränken Platz wegnimmt und dafür sorgt, dass sie nicht mehr zugehen, muss gehen. Bleiben darf nur, was einem wirklich wichtig ist. Denn zu viel Besitz belastet mehr als man denkt! Wer kennt schließlich nicht den Moment, in dem man mal wieder stundenlang die Kuchenform sucht oder sich darüber ärgert, dass die Schublade der Kommode nicht zugeht?

Weniger Besitz sorgt für mehr Klarheit in der Wohnung, das spart nicht nur Zeit und Nerven, sondern schafft auch Klarheit im Kopf. In einem klar strukturierten und aufgeräumten Heim können Sie wieder durchatmen und sich jeden einzelnen Tag an ihrem Beitz erfreuen. Oder anders gesagt: Wer weniger Dinge besitzt hat mehr Zeit für das Wesentliche.

Wie geht minimalistisch wohnen? Wir zeigen es Ihnen!

Minimalismus Tipp 1: Ihre Lieben ins Boot holen

Wer mit anderen zusammen wohnt, kann so viel aufräumen und so viele gute Vorsätze haben, wie er möchte. Wenn die Familie nicht mitspielt ist die neugewonnene Ordnung und Klarheit vergebens. Holen Sie deshalb ihre Lieben ins Boot und ziehen sie gemeinsam an einem Strang. Eine Kiste für Spielzeug, die auch für Kinder erreichbar ist, sorgt dafür, dass das Aufräumen nicht nur an Ihnen hängen bleibt. Und wenn Sie abends gemeinsam den Esstisch von den Malsachen befreien, haben sie ein gemeinsames Erfolgserlebnis, das ihre Kinder dazu anspornt selbst aufzuräumen.

Damit Sie unsere Minimalismus Tipp langfristig umsetzen können, sollten Sie Ihre Lieben mit ins Boot holen.

Minimalismus Tipp 2: Wo fange ich an – richtig ausmisten

Wer minimalistisch leben möchte, muss als erstes ausmisten. Dafür müssen Sie nicht gleich ein Wochenende frei haben und die ganze Wohnung angehen. Für den Anfang reicht es, sich ein Projekt, zum Beispiel eine Kommode, vorzunehmen. So können Sie jeden Tag – zum Beispiel nach Feierabend – Schritt-für-Schritt vorgehen. Am sinnvollsten ist es außerdem, nicht mitten in einem Raum, sondern zum Beispiel rechts neben der Tür anzufangen und sich dann durch den Raum weitervorzuarbeiten. Jeder Schrank, jede Schublade und jedes Fach wird dann einmal komplett ausgeräumt, ausgewischt und erst dann wieder eingeräumt.

Für einen minimalistischen Lebensstil sollte Sie mal so richtig gründlich ausmisten!

Minimalismus Tipp 3: Was darf bleiben?

Sich zum Ausmisten aufzuraffen ist der erste Schritt. Aber natürlich muss dann auch etwas aussortiert werden. Dafür ist es wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein. Ziehe ich diese Bluse noch an? Benutze ich das Geschirr der Großtante wirklich noch mal? Und: Nur was Sie wirklich mögen darf bleiben. Außerdem sollten Sie nichts für den besonderen Anlass aufbewahren. Minimalismus bedeutet nämlich, nicht nur seine Schätze zu reduzieren, sondern sie auch wertzuschätzen.

Wer also ein besonders Besteck im Schrank hat, sollte es ab sofort jeden Tag verwenden und sich so daran erfreuen. Denn mal ehrlich: Um es nur einmal im Jahr zu verwenden ist es dann doch zu schade. Alle Dinge, bei denen Sie sich nicht sicher sind, ob Sie sie brauchen, packen Sie in einen Karton. Hier dürfen Wackelkandidaten ein halbes Jahr lang auf ihren Einsatz warten. Falls Sie nicht aus dem Karton genommen werden, müssen sie nach einem halben Jahr gehen.

Minimalismus Tipps: was darf bleiben, was wird aussortiert?

Minimalismus Tipp 4: Wohin mit den gebrauchten Sachen?

Wenn erst alles aus der Wohnung verschwunden ist, lebt es sich gleich viel unbeschwerter. Aber oft ist genau hier das Problem. Wohin mit den ganzen Sachen? Die einfachste Möglichkeit ist es, alles in den Müll zu werfen. Aber gerade bei Dingen, die noch gut sind, ist das oft nicht die beste Lösung. Besser für die Umwelt und das eigene Gefühl ist es, die Dinge sinnvoll zu entsorgen. Denn so kann sich noch jemand anderes daran erfreuen. Folgende Möglichkeiten kommen hierbei in Frage:

Freunde und Bekannte
Fragen Sie nach, ob jemand aus dem Freundeskreis Verwendung für ihre aussortierten Sachen hat. Vielleicht möchte der Schwager ja noch die Krimis lesen, die sie wegtun würden? Am einfachsten ist es, in eine WhatsApp-Gruppe unkompliziert die Bilder der aussortierten Gegenstände zu posten. So kann sich jeder das aussuchen, was ihm oder ihr gefällt.

Flohmarkt
Einen Flohmarkt zu besuchen macht Spaß und schafft Platz zuhause. Wenn Sie nicht auf den nächsten Termin warten möchten, können Sie auch einen Hofflohmarkt bei sich zuhause veranstalten. Fragen Sie hierfür aber am besten beim Ordnungsamt nach, inwiefern dies bei Ihnen möglich ist.

Online-Portale
Online-Portale können eine gute Möglichkeit sein, noch gut erhaltene Sachen zu Geld zu machen. Besonders beliebt sind beispielsweise die Plattformen ebay-Kleinanzeigen oder momox.

Spenden
Wer mag, kann die ausgedienten Sachen auch spenden. Fragen Sie dafür zum Beispiel einfach bei örtlichen Kinderheimen oder Wohlfahrtsläden nach. Diese freuen sich häufig über die Spenden.

Die aussortierten Sachen können auf vielerlei Weg eine weitere Verwendung finden

Minimalismus Tipp 5: So bleibt es ordentlich

Minimalismus und Aufräumen sind nicht das Gleiche. Beim Minimalismus geht es darum, nach dem Ausmisten nicht wieder mit dem Anhäufen unnötiger Dinge anzufangen. Mit diesen vier Minimalismus Tipps gelingts:

Erstens:
Beim Aufräumen bekommt alles seinen festen Platz und behält diesen auch.

Zweitens:
Gleiche oder ähnliche Dinge, zum Beispiel Batterien oder Kabel, werden alle an einem Ort aufbewahren

Drittens:
Jeden Abend vorm ins Bett gehen 10 Minuten die Spuren des Tages wegräumen. Wenn alles seinen festen Platz hat und die Schubladen nicht so voll sind geht das ganz einfach, versprochen!

Viertens:
Am aller wichtigsten ist es, keine neuen Schätze anzuhäufen. Denn beim Minimalismus geht es schließlich darum, nicht nur seinen Besitz, sondern auch den Konsum zu reduzieren. Hierfür ist es wichtig, sich selbst Spielregeln aufzustellen. Beispielsweise ist es sinnvoll für jeden neuen Gegenstand, der in die Wohnung kommt, einen wieder wegzugeben – und sei es nur der Werbe-Kugelschreiber von ihrem Bankvertreter. Wenn Sie erst einmal darauf achten, werden Sie schnell merken, wie häufig sie Neues in ihre Wohnung bringen, das dann die Schubladen wieder verstopft.

Wie bleibt es ordentlich, nachdem Sie sich minimalistisch eingerichtet haben?

Minimalismus Tipp 6: So wird es gemütlich und persönlich

Auch bei der Deko gilt: Weniger ist mehr. Das heißt aber nicht, dass Sie in einer kahlen Wohnung leben müssen. Vielmehr geht es darum, nur das auszustellen, was für Sie eine Geschichte erzählt. Der Vorteil: Mit dieser Methode wird das Auge des Betrachters automatisch auf die wenigen wichtigen Schätze gelenkt. So können Sie sich an diesen ungehindert erfreuen. Haben Sie beispielsweise eine Schublade voll mit alten Bildern, dann suchen Sie sich die fünf schönsten heraus und hängen diese einfach auf.

Gleiches gilt zudem für die gemalten Bilder ihrer Kinder: Hängen Sie Ihre liebsten Gemälde in schönen Rahmen auf. Die Übrigen können Sie beispielsweise in einem schönen Album sammeln. Besonders praktisch hierfür sind auch Rahmen, bei denen die Vorder- und Rückseiten bestückt werden können. Hier können sie ständig ein neues Kunstwerk präsentieren. Minimalismus bedeutet nämlich nicht, einfach nur zu verzichten, sondern sich an dem zu erfreuen, was man hat.

Wir hoffen, dass Ihnen unsere Minimalismus Tipps gefallen haben.
Wir hoffen, dass Ihnen unsere Minimalismus Tipps eine gute Starthilfe für einen geordneten Neuanfang sind!

Text: Julia Schenkenhofer
Bilder: Unsplash

Der „unverpackt Laden“ – Vor- und Nachteile

Ein unverpackt Laden ist ein Geschäft, in dem bewusst auf die sonst übliche Umverpackung der Ware verzichtet wird.

Ein Einkauf in einem unverpackt Laden ist eine gute Möglichkeit, mit einer alltäglichen Handlung etwas für die Umwelt zu tun. Denn diese Geschäfte verzichten bewusst auf die sonst übliche Umverpackung der Ware und sparen so sehr viel Verpackungsmüll. Wir zeigen Ihnen alles Wissenswerte auf einen Blick.

In diesem Artikel:

Ein Beitrag unserer Redaktion.

Was ist ein unverpackt Laden?

In den meisten Supermärkten ist ein Großteil der Ware ein- oder sogar mehrfach in Plastik eingepackt. Für Obst und Gemüse stehen oftmals dünne Einwegplastiktüten bereit. Dadurch entsteht zuhause viel Verpackungsmüll, der häufig schon direkt nach dem Einkauf entsorgt wird.

Ein unverpackt Laden versucht diesen Überfluss an Verpackungen zu vermeiden, indem die Waren ohne diese verkauft und gelagert werden. Wenn es nicht ohne eine Verpackung geht, sind die Produkte in Papier oder Pappe verpackt. Häufig gibt es zusätzlich Artikel, die zu einer Müllreduktion im Alltag beitragen. Das kann zum Beispiel wiederverwendbares Besteck für unterwegs oder ein Bienenwachstuch als Ersatz für Frischhaltefolie sein.

Es gibt viele Gründe, weshalb man über den Einkauf in einem plastikfreien Geschäft nachdenken sollte. Da es mit dem Thema „unverpackt“ jedoch oft Berührungsängste gibt, haben wir für Sie die Vor- und Nachteile zusammengefasst. So können Sie sich einen Überblick verschaffen und bei Interesse gleich den nächsten Einkauf in Angriff nehmen – mit möglichst wenig Verpackungsmaterialien!

Einmachgläser sind prima für die Aufbewahrung von Nüssen und Körnern
Mit Besteck aus Holz kann man unterwegs Plastikbesteck zum Wegwerfen vermeiden

Nachteile von unverpackt Läden


Die Umstellung auf mitgebrachte Behälter

Für einen Einkauf in einem Unverpackladen werden selbst mitgebrachte Behälter benötigt. Diese Umstellung auf wiederverwendbare Behälter kann am Anfang etwas schwierig sein. Denn man muss nicht nur die passenden Behälter finden, sondern diese auch beim Transport und der anschließenden Lagerung gut verstauen können.

Vor einem Einkauf sollten Sie also überlegen, was und wie viel Sie einkaufen möchten und dementsprechende Dosen, Beutel oder Gläser einpacken. Zudem ist eine etwas größere Einkaufstasche von Vorteil, da feste Behältnisse nicht so platzsparend sind wie bewegliche Plastikfolien.

Das Management von unverpackten Lebensmitteln kann zuerst überwältigend sein.
Das Management von unverpackten Lebensmitteln kann zuerst überwältigend sein

Der größere Zeitaufwand

Bei einem Einkauf in einem konventionellen Supermarkt ist die Einkaufsliste meistens mit wenigen Handgriffen abgearbeitet. In einem unverpackt Laden muss man hingegen die Behältnisse vorher auswählen, vor Ort bereithalten und die Lebensmittel einzeln abfüllen und wiegen. Zudem gibt es noch nicht in jeder Stadt Geschäfte, die sich auf den unverpackten Verkauf spezialisieren, sodass für den Einkauf eventuell ein kleiner Umweg in Kauf genommen werden muss.

Beispiel für eine Abfüllstation in einem unverpackt Laden
Abfüllstation in einem unverpackt Laden

Höhere Preise

Teilweise kosten die Lebensmittel in unverpackt Läden etwas mehr. Um vorher zu wissen, wie viel ein Einkauf kostet, kann ein kurzer Blick auf die Internetseite des ausgewählten Ladens und dessen Preisliste helfen. So kann man auch mit einem etwas kleineren Geldbeutel abwägen, welche Lebensmittel man ohne großen Aufpreis unverpackt kaufen kann. Oftmals handelt es sich bei Produkten aus dem Unverpacktladen auch um Bioprodukte, sodass der direkte Preisvergleich mit verpackten Bioprodukten keinen großen Unterschied aufweist.

Die Warenverfügbarkeit

Nicht jedes Lebensmittel kann ohne Verpackung gekauft werden. Daher ist die Auswahl in unverpackt Läden auch manchmal auf Grundnahrungsmittel und alltägliche Waren begrenzt. Auch vorgefertigte Gerichte oder stark verarbeitete Nahrungsmittel sind häufig Teil des Angebotes. Wer sich also schnell ein Fertiggericht oder vorverarbeitete Nahrungsmittel kaufen möchte, wird diese nicht unverpackt finden. Auch aus diesem Grund lohnt sich ein Blick auf die Homepage des ausgewählten Geschäftes. Ein Beispiel für ein großes Sortiment an unverpackten Waren finden Sie hier.

Spontaneinkäufe sind komplizierter

Sie möchten nach einem kurzen Ausflug in die Stadt kurz einkaufen gehen? In einem unverpackt Laden könnte das schwierig werden, wenn Sie die nötigen Behältnissen nicht dabei haben. Zwar gibt es in vielen plastikfreien Geschäften auch Behälter, die man gegen ein Pfand verwenden kann, ein größerer Einkauf könnte jedoch schwierig werden.


Vorteile von unverpackt Läden


Müllvermeidung

Das augenscheinlichste Argument lässt sich direkt am Namen ablesen: die Waren sind nicht verpackt. Somit gibt es viel weniger Müll im Haushalt. Laut Umweltbundesamt sind 2018 pro Einwohner 535 kg Siedlungsabfall angefallen. Davon waren große Anteile Hausmüll, Verpackungen, Kartonagen und Glas. Mit wiederverwendbaren Behältern können Sie so schon einen großen Teil der wöchentlichen Abfälle reduzieren.

In einem unverpackt Laden kauft man kein Plastik ein und schont so die Umwelt

Bessere Organisation

Mit der nötigen Vorbereitung kann man auch als Anfänger den Einstieg in den müllfreien Einkauf wagen. Sie könnten zum Beispiel jederzeit anfangen, zuhause passende Behälter zu sammeln. Für den Einkauf im unverpackt Laden eignen sich eigentlich alle Behälter, die fest verschließbar und gut zu transportieren sind. Das sind wiederverwendbare Dosen, Einmachgläser, Jutebeutel mit Schnur oder gesammeltes und gespültes Altglas, beispielsweise große Gurkengläser. Auch kleine Säckchen können für Nüsse oder Süßwaren Anwendung finden.

Gezielter Einkauf durch selbst gewählte Verpackung und selbstständiges Befüllen
Mit einer durchdachten Planung gelingt auch ein Einkauf ohne Verpackungen gut

Selbstbestimmte Menge

Während in Supermärkten lediglich die Verpackungsgrößen bereitstehen, die von den Herstellern angeboten werden, können Sie in einem Geschäft ohne Umverpackungen selbst bestimmen, welche Menge Sie kaufen. So kann zum Beispiel eine exakte Mengen von Lebensmitteln abgewogen werden, die für ein bestimmtes Rezept benötigt wird. So wird zusätzlich die Verschwendung von Lebensmitteln verringert.

Die Menge der Nahrungsmittel kann in einem unverpackt Laden selbst bestimmt werden
Die Menge der Nahrungsmittel kann in einem Unverpacktladen selbst bestimmt werden

Gesundheit

Viele Einzelhändler, die sich auf unverpackte Waren spezialisiert haben, setzen auf Produkte in Bioqualität. Außerdem sind die Lebensmittel, die ohne Verpackung gekauft werden können, häufig nicht industriell verarbeitet. Wer im Unverpacktladen kauft, ernährt sich also tendenziell gesünder, da die Gerichte mit frischen Zutaten zubereitet werden.

Nachhaltigkeit

Mit jeder Verpackung, die eingespart wird, wird die Umwelt etwas weniger belastet. Zudem beziehen Unverpacktläden häufig regionale Produkte; somit sinkt auch der CO2-Abdruck der Waren. Außerdem birgt der unverpackte Einkauf, bei dem die Nahrungsmittel einzeln gewogen und abgefüllt wird, die Chance auf einen bewussteren Konsum.

Neben Lebensmitteln werden in unverpackt Läden auch häufig Alltagsprodukte wie biologisch abbaubare Putzmittel, wiederverwendbare Kosmetikartikel oder nachhaltige Küchenutensilien verkauft. Auch so kann die Umwelt vor unnötigen Belastungen geschützt werden.

Zahnbürste aus Holz und ohne Plastik
auch Seife im Block spart Plastik
Plastikfreier Rasierer
Kosmetikartikel aus dem Unverpackladen

Übersicht der Vor- und Nachteile im unverpackt Laden

Nachteile

  • Umstellung
  • Zeitaufwand
  • höhere Preise
  • Verfügbarkeit
  • Spontaneinkauf kann kompliziert sein

Vorteile

  • weniger Müll
  • man ist besser organisiert
  • bewusster Konsum
  • Mengen wählbar
  • gesünder
  • nachhaltiger

Tipps

  • Behälter sammeln
  • den Einkauf gut vorbereiten
  • Preise vergleichen

Fazit: Schritt für Schritt in die richtige Richtung

Der erste Schritt in die richtige Richtung ist der Umstieg auf wiederverwendbare Behältnisse. Man muss auch nicht den Anspruch haben, direkt alle Produkte auf der Einkaufsliste unverpackt zu kaufen. Jeder kleine Beitrag für weniger Müll zählt. Sie können zum Beispiel mit ein paar ausgewählten Lebensmitteln oder Alltagsprodukten anfangen.

Und auch das Vorurteil, dass die Produkte in unverpackt Läden teurer sind als in Supermärkten, trifft nur bedingt zu. Denn wer generell häufig zu Marken- oder Bioprodukten greift, kann die Waren zu ähnlichen Preisen oder sogar billiger unverpackt kaufen.

Auch im Alltag kann man mit wenigen bewussten Handlungen schon Verpackungen einsparen. Verwenden Sie zum Beispiel einfach beim nächsten Einkauf – ob im unverpackt Laden oder im Supermarkt – ein Obst- oder Gemüsenetz, anstatt zur Einmaltüte zu greifen. Mit einer Brotdose und einer Trinkflasche können zudem Brottüten und Plastikflaschen ersetzt werden. So kann man Stück für Stück den Verpackungskonsum reduzieren und einen Teil für eine lebenswerte Zukunft mit weniger Müll beitragen.

Eine Schritt-für-Schritt Anleitung für Ihren ersten unverpackt Einkauf finden Sie hier.

Mit einem Obst- und Gemüsenetz kann man Einmaltüten vermeiden. Im unverpackt Laden kann man oft noch Netze oder Beutel kaufen.

Text: Jenny Heim
Bilder: Pixabay, Unsplash

Buchvorstellung: ‚Pflanzenfaserarchitektur heute‘

Von chinesischen Lampenschirmen inspiriert: das aus Kieselsteinen, Stampflehm und Bambus gebaute Gasthaus zelebriert die Schönheit von Bambus
Bild: Dominique Gauzin-Müller

Das Buch ‚Pflanzenfaserarchitektur heute‚ und die dazugehörige Wanderausstellung ‚Fibra – Zeitgenössische Architektur mit Pflanzenfasern‚ würdigen die 50 Finalisten des FIBRA Awards, des ersten weltweiten Preises für zeitgenössische Architektur aus Pflanzenfasern.

Ökologischer Wandel mit Pflanzenfasern

Der Einsatz von Materialien aus schnell wachsenden Pflanzen kann bei der Verringerung der Umweltauswirkungen von Gebäude einen wesentlichen Beitrag leisten. Er bietet die Chance, die CO2-Emissionen stark zu verringern und damit die globale Erderwärmung zu reduzieren.

Die ausgewählten Gebäude kommen aus allen Kontinenten und verwenden die verschiedensten Materialien: Bambus, Stroh, Schilf, Weide oder Rattan, Hanf, Palm- oder Zuckerrohrblätter, Rinde, sowie Nordsee- oder Andengräser. Die meisten Bauten kombinieren den Einsatz lokaler Ressourcen, die Revitalisierung traditioneller Techniken, zeitgenössisches Gestaltung und energiesparende Bauweisen. So bieten sie überzeugende Beispiele für eine kreative Suffizienz.

Auch Ferienhäuser werden in 'Pflanzenfaserarchitektur heute' vorgestellt. Hier ein Gebäude in Kenia mit einem Dachstuhl aus Mangrovenholz und einem langen Makuti-Kokosblattdach geschützt.
Mehrere separate Ferienhäuser werden von einem Dachstuhl aus Mangrovenholz und einem langen Makuti-Kokosblattdach geschützt. Bis auf die Bodenplatte aus Beton wurden alle Arbeiten mit Materialien aus der Insel Lamu handwerklich ausgeführt.
Bild: Alberto Heras
Von chinesischen Lampenschirmen inspiriert: das aus Kieselsteinen, Stampflehm und Bambus gebaute Gasthaus zelebriert die Schönheit von Bambus
Von chinesischen Lampenschirmen inspiriert: das aus Kieselsteinen, Stampflehm und Bambus gebaute Gasthaus zelebriert die Schönheit von Bambus
Bild: Dominique Gauzin-Müller

Gebäude: Ferienhaus Red Pepper in Lamu, Kenia
Architekten: Urko Sanchez Architects

Gebäude: Gasthaus für die internationale Bambusbiennale von Baoxi, China.
Architektin: Anna Heringer

Den Menschen wieder mit der Natur verbinden

In Europa wird mit nachwachsenden Rohstoffe wie Stroh, Hanf und Flachs gedämmt. In Ländern des Südens kann man aus Bambus, Schilf und anderen Fasern – oft in Verbindung mit Lehm – komfortable Häuser zu erschwinglichen Preisen errichten. Dazu schafft der Einsatz von Pflanzenfasern eine Ästhetik, die den Menschen wieder mit der Natur verbindet: ihre Struktur hat eine selbstverständliche haptische Schönheit.

Mehr als nur Pflanzenfasern: Diese lebendige Kuppel inmitten eines Waldes ist die natürliche Kulisse für die Aufführung von traditionellen chinesischen Opern
Diese lebendige Kuppel inmitten eines Waldes ist die natürliche Kulisse für die Aufführung von traditionellen chinesischen Opern
Bild: Wang Ziling

Architektur: Lebendes Bambus-Theater in Songyang County, China
Architektin: Xu Tiantian, DnA_Design and Architecture

Bauen und Renovieren mit Stroh und Hanf

Mit mehr als 5.000, mit Stroh gedämmten Bauten ist Frankreich Pionier. Rund zehn französische strohgedämmte Schul- und Wohngebäude, darunter ein sozialer Wohnungsbau mit sieben Etagen, gehören zu den Finalisten des FIBRA Awards. Die Verwendung von Hanfbeton nimmt auch in Frankreich zu, wie zwei Pariser Beispiele zeigen: die Renovierung eines alten Mietshauses und der Neubau von Sozialwohnungen.

In "Pflanzenfaserarchitektur heute" werden verschiedene Bauprojekte vorgestellt. Wie dieses Gebäude in Vitry-sur-Seine.
Die geflochtenen Weidengeländer des Wohnhaus Le Candide strahlen eine besondere Wärme aus. Die beweglichen Schiebewände und die Balkon-Trennwände wurden in der Werkstatt vorgefertigt, die Balkongeländer vor Ort gewebt.
Bilder: Luc Boegly

Gebäude: Wohnhaus Le Candide in Vitry-sur-Seine, Frankreich
Architekt: Bruno Rollet

Hygrothermischer Komfort

Nachwachsende Materialien sind diffusionsfähig, winddicht und können Feuchtigkeit puffern. Zudem wirken sie ausgleichend auf die Temperaturen im Innenraum. Dadurch tragen sie nicht nur zu einem ökologischen Wandel sondern auch zu einem gesunden Wohnen bei.

Auch Einfamilienhäuser werden in "Pflanzenfaserarchitektur heute" gezeigt
Architektur für Familien mit Pflanzenfasern: Das erste Strohballenhaus der Region will eine erschwingliche und ökologische Alternative zu den üblichen Einfamilienhäusern in den Vororten Nordamerikas sein.
Das erste Strohballenhaus der Region will eine erschwingliche und ökologische Alternative zu den üblichen Einfamilienhäusern in den Vororten Nordamerikas sein.
Bilder: Nicolas Koff

Gebäude: K-House in Toronto, Kanada
Architekten: Nicolas Koff, Office Ou

Details

Titel
Pflanzenfaserarchitektur heute – 50 ausgezeichnete Bauwerke aus aller Welt

Autorin
Dominique Gauzin-Müller

Verlag
éditions MUSEO/ vdf Hochschulverlag

Umfang und Preis
144 Seiten, 216 Fotos, 112 Grafiken und Illustrationen, durchgehend farbig, Format 24 x 32,5cm, broschiert

CHF 42.00/EUR (D) 39.90
ISBN 978-3-7281-4028-9

erscheint Mitte Oktober, auch als E-Book erhältlich

Details ‚Fibra – Zeitgenössische Architektur mit Pflanzenfasern‘

Zeitraum
16. Oktober 2020 – 10. Januar 2021

Ort
Ifa-Galerie Stuttgart

Info
Neben den 50 Finalisten des FIBRA Awards werden Modelle von 1zu1-Details dieser Bauten vorgestellt, wie Hanfbeton-Wände, Dach- und Wandverkleidung aus Stroh, Geländer aus Weide.

Text: Dominique Gauzin-Müller

Das destinature Dorf in Hitzacker – Natur für alle Sinne

Das destinature Dorf in Hitzacker
Bild: WERKHAUS

Das destinature Dorf ist ein Naturhotel mitten im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue.

In diesem Artikel:

Ein Beitrag von WERKHAUS destinature Dorf.

Das destinature Dorf

Morgens von der Sonne wachgekitzelt werden, vom Bett aus schweift der Blick in die Natur. Erholung pur inmitten einer wunderschönen Landschaft. All das erleben die Gäste des destinature Dorfes in Hitzacker an der Elbe.

Das destinature Dorf liegt mitten im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue
Bild: WERKHAUS/Janine Oswald
Inmitten der schönen Natur kann man Entspannung und Ruhe finden
Bild: WERKHAUS/Janine Oswald

Außerdem liegt das Dorf nahe des Elberadweges, sodass sich besonders Radtouren ins Umland anbieten.

Bild: WERKHAUS

Die 16 destinature Hütten sind im WERKHAUS-Style gebaut und eingerichtet, mit Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Textilien in zertifizierter Bioqualität und Matratzen mit Öko-Wollauflage sorgen zudem für ein angenehmes Raumklima und einen entspannten Schlaf. Über verschließbare Lüftungsschlitze mit Insektengitter kann man sich mit Frischluft versorgen und den direkten Blick in die Sterne genießen.

Hütten im Werkhaus-Stil, mit Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, Textilien in Bioqualität und Öko-wollauflagen
Bild: WERKHAUS/Janine Oswald

Ein weiteres Highlight ist das Bett to Go, die mobile Micro-Hütte. Hier kann man vor Insekten geschützt unter freiem Himmel schlafen und sich von der Sonne wachkitzeln lassen. Wer es schattiger mag, dreht das Bett einfach um, denn mit seinen zwei Rädern lässt es sich einfach bewegen. Sechs dieser Betten stehen auf dem Gelände verteilt, lassen sich bei Gruppenbuchungen aber auch zusammenschieben.

Das destinature Dorf bietet etwas ganz besonderes: ein Bett-to-go
Bild: WERKHAUS

Wohnkomfort in der Natur

Das moderne Sanitärgebäude bietet neben Duschen und WCs auch eine Waschmaschine und einen Trockner. In den destinature Hütten Plus befinden sich zusätzlich ein Waschbecken und eine nachhaltige Trockentoilette. Eine extra Portion Entspannung bietet der Outdoor-Wellnessbereich mit Sauna und Badezuber.

Bild: WERKHAUS

Ganzheitliche Nachhaltigkeit

Das destinature Dorf wurde 2019 auf einem ehemaligen Gartengrundstück errichtet und noch im September desselben Jahres eröffnet. Ideengeber und Eigentümer sind Eva und Holger Danneberg, welche zudem die Inhaber von WERKHAUS sind. Ursprünglich stellt die Firma mit Sitz in Bad Bodenteich in der Lüneburger Heide nachhaltigen Wohn- und Büroaccessoires, Möbel sowie Warenaufsteller her.

Mit dem destinature Dorf haben die WERKHAUS-Gründer ihre Vision von komfortablen sowie komplett nachhaltig gebauten Unterkünften verwirklicht. Bei der Errichtung wurde darauf geachtet, dass der Eingriff in die Natur möglichst gering ist; deshalb wurden die Hütten auf Stelzen errichtet.

Ein Urlaub mit der ganzen Familie mitten in der schönen Natur
Bild: WERKHAUS

Gäste dürfen sich nicht nur auf einen Urlaub unter freiem Himmel freuen, denn das destinature Dorf lädt zudem zur Rückbesinnung auf das Wesentliche ein. Außerdem lässt sich hier besonder intensiv Zeit mit der Familie verbringen. Ein Bistro bietet des Weiteren hochwertige, regionale Bio-Lebensmitteln und Getränke an. Für Begegnungen mit anderen Gästen gibt es viele Gelegenheiten, ob beim Frühstück auf der Terrasse oder abends an der Feuerstelle. Wer sich zurückziehen möchte, kann dafür die Terrasse vor der eigenen Hütte nutzen. Smartphones und Laptops können übrigens überall im destinature Dorf mittels Solarenergie geladen werden.

Bilder: WERKHAUS/Janine Oswald

Kontakt destinature Dorf

Die Unterkunft mit Preisen sowie Buchungsmöglichkeiten finden Sie unter www.destinature.de.

Die Telefonnummer lautet:

05862/338 99 43

Alternativ können Sie eine E-Mail an die folgende Adresse schreiben:

destinature.dorf@werkhaus.de